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Sportler zu sein, das ist mehr als nur gewisse körperliche Fähigkeiten zu haben. Sport passiert im Kopf.


Wandern

Chronik SVP Abt. Wandern

Über 40 Jahre Wandergruppe im Sportverein.

Schon immer fanden viele Menschen Freude am Wandern durch die Natur. Ein Breitensport, der 1967/68 mit der Durchführung von Volksläufen im Rahmen des Deutschen Volkssportverbandes DVV organisiert wurde. Begeisterung und Zuwachs an Verbandsmitgliedern führte rasch zu erweiterten organisatorischen Strukturen. So wurde noch 1968 der Internationale Volkssport-Verband IVV gegründet und nach und nach entstanden regionale Bezirke. Der Bezirk Oberbayern/Schwaben wurde am 23.10.1969 in Aichach im Naturfreundehaus am Grubet ins Leben gerufen. Im Frühjahr 1970 fand die erste Bezirksversammlung in Haunstetten im Gasthaus Prinz Eugen statt. 1973 wurde unser Bezirk in Bayern-Schwaben umbenannt.

Auch bei den Mitgliedern des SV Prittriching fanden sich damals schon Anhänger des Wandersports. Anfang Mai 1970 machten sich mit dem damaligen 1. Vorstand Konrad Schimpfle noch Ludwig Salcher, Max Bentenrieder, Adolf Ditsch, Peter Spöttl und Alois Maienrieder auf den Weg, um an einer IVV-Wanderung in Oberostendorf teilzunehmen. Die Begeisterung an dieser Veranstaltung war groß genug für die Idee, auch in den eigenen Reihen eine solche Sportart zu integrieren. Alois Maienrieder erklärte sich schließlich in der Gründungsversammlung bei der Kasper Mari (Gasthof Dietrich) bereit, diese neue Aufgabe zu übernehmen. Er widmete sich auch mit ganzer Kraft diesem Auftrag der Vereinsführung. Im August des gleichen Jahres wurde dann auch der Beitritt zum IVV erklärt.

Als ersten Termin für die Wandertage erhielt der SVP den 12./13. Juni 1971 zugeteilt. Der damalige 1. Bürgermeister Franz Ditsch sen. erklärte sich als großer Förderer des Sports dann gerne bereit, die Schirmherrschaft für diese Großveranstaltung, die im Jahr des 25-jährigen Vereinsjubiläums erstmalig stattfand, zu übernehmen. Zusammen mit dem späteren Ehrenmitglied Hans Preis sorgten ca. 20 aktive Mitarbeiter für einen reibungslosen Ablauf der beiden Wandertage. Gerade in den Anfangsjahren war das keine leichte Aufgabe, denn die Helfer mussten sich auch den Widrigkeiten der Natur stellen. Hochwasser des Lechs machte die Aufbereitung der Wanderwege mit Kies notwendig, damit die Teilnehmer das Ziel mit trockenen Füßen erreichen konnten.

Am 3. März 1972 wurde Alois Maienrieder auf der Jahreshauptversammlung des Gesamtvereins dann offiziell zum ersten Wanderwart gewählt. Unterstützt wurde er dabei auch von Vorstand Konrad Schimpfle und anderen bewährten Helfern. Ab November 1974 übernahm das langjährige Mitglied Ludwig Salcher die Führung der Wandergruppe. Gleichzeitig wurde Thomas Ditsch neuer Gruppenwart. Diese riesige Aufgabe führt er bis heute in unnachahmlicher Weise durch. Aus den anfänglich ca. 20 Helfern wurden später über 40 aktive Mitarbeiter an den beiden Wandertagen.

Diese Mitarbeiter fanden sich 1974 wiederum einem Naturereignis gegenübergestellt, als während der Abschlussfeier der Wandertage ein Gewittersturm das Dach eines provisorischen Anbaus am alten Sportheim, in dem gefeiert wurde, abdeckte. Man sah sich plötzlich unter freiem Himmel im strömenden Regen aber froh, dass niemand verletzt wurde.

Leider war es nicht immer nur die Natur, die den Organisatoren unserer Wandertage die Arbeit erschwerten. Neider, die uns den Erfolg missgönnten, entfernten in den siebziger Jahren immer wieder unsere Wanderwegweiser.

Von Januar 1976 – Juni 1978 zeichnete Jakob Bader, ein selbst eifriger Wanderer, als verantwortlicher Leiter der Abteilung.

Durch den Anbau einer Halle im Jahr 1977 auf der Südseite des Sportheims konnten auch bei schlechter Witterung viele Freunde des Volkssports eine gemütliche Rast einlegen. Besonders ist hier die große Anzahl Besucher von auswärts zu loben, die an unseren Strecken entlang des Lechs großen Gefallen fanden. Nicht zuletzt sollen auch die Angehörigen der US-Army erwähnt werden, die mit voller Begeisterung bei der Sache waren.

Ab Juni 1978 reihte sich Matthias Sirch in die Liste unserer Wanderwarte ein. Auch während seiner Amtszeit hatten er und seine Helfer einige Unwegsamkeiten zu meistern. In den achtziger Jahren gab es immer wieder Schwierigkeiten die Genehmigung für die Durchführung der Wandertage vom Landratsamt einzuholen, da man dort eine Gefährdung der Fauna der Lechauen befürchtete. Der Konflikt mit den Staatsdienern gipfelte in der eher merkwürdigen Androhung von Schusswaffengebrauch durch den damaligen Staatsförster von Lechfeld, falls unsere Wanderwege durch sein Revier führen sollten.

Große Betroffenheit herrschte im Januar 1980 unter den Mitgliedern, als der plötzliche Tod unseres Schirmherrn Bürgermeister Franz Ditsch bekannt wurde, hatte er doch stets ein offenes Ohr für die Belange der Sportler gehabt. Beim zehnjährigen Jubiläum des Bezirksverbandes Bayern-Schwaben am 1. März 1980 in der Augsburger Kongresshalle war auch der SVP mit seiner Wandergruppe dabei. Wir waren sehr stolz, neben den 63 anderen Vertretern des Bezirks, Urkunde und Anstecknadel im Empfang nehmen zu dürfen. Die Wanderauszeichnungen führten im Lauf der Jahre von Medaillen über spezielle Motive zu den berühmtesten Münstern Deutschlands und schließlich zu den Wildmotiven auf Weizenbierbechern.

Ab Frühjahr 1980 konnten wir dann Franz Ditsch jun. als Schirmherrn für unsere Volkswandertage gewinnen, der mit immer neuen Ideen für die Gestaltung, für den Ablauf und die musikalische Umrahmung sorgte. Die 18. Wandertage am 28./29.Mai 1988 waren etwas besonderes, denn Schirmherr Franz Ditsch überreichte eine sehr schöne Standarte an die Wandergruppe des SVP. Im Juli 1988 stellte Matthias Sirch nach 11 Jahren sein Amt zur Verfügung, blieb aber trotzdem ganz bei der Sache. Nur kurz währte die Amtszeit unseres fünften Wanderwarts Sebastian Gallenmüller von Juli 1988 bis November 1988. Eigene, persönliche Ansichten über die Haltung gegenüber dem Gesamtverein machten es ihm unmöglich im Einklang mit den anderen Verantwortlichen zu bleiben. Wiederum war es Ludwig Salcher, der trotz eines persönlichen Unglücks ab Juli 1989 in all den Phasen der Vorbereitung und des Ablaufs einer solchen Großveranstaltung voll dabei war, unterstützt von Thomas Ditsch und anderen Mitarbeitern. Sein besonderer Wunsch, das Aufstellen eines Feldkreuzes an der Einfahrt zum Sportgelände ging 1993 in Erfüllung. Im Juni 1995 gab Ludwig Salcher sein Amt aus gesundheitlichen Gründen wieder ab, so dass die Wanderabteilung über längere Zeit ohne Führung war. Im Juni 1996 wählten die Vereinsmitglieder Alexander Ditsch an die Spitze der Gruppe. Er erfüllt diese Aufgabe noch heute, obwohl er auch aktiver Fußballer im Verein ist.

Eine Gefährdung der Wanderer galt es 1997 zu verhindern, als drei Stiere eines Prittrichinger Landwirts aus deren Stallungen ausbrachen und in den Lechauen Zuflucht suchten. Nachdem es nicht gelang die Stiere einzufangen, konnte das Risiko jedoch minimiert werden, indem zwei der drei Stiere bis zu den Wandertagen geschossen werden konnten.

Viele dieser Wandertage in all den Jahren hat die Prittrichinger Blaskapelle mit ihren musikalischen Beiträgen verschönt. Etliche 10000 km haben die Fahrzeuge von Schirmherrn Franz Ditsch und unserem langjährigen 2. Vorstand Johann Hammer zurückgelegt. Will man die Leistungen der gesamten Wandergruppe in das richtige Licht rücken, dann kommt man nicht umhin, ihren gewaltigen finanziellen Beitrag für den Neubau unseres Vereinsheims lobenswert zu erwähnen.

Rückblickend bedeuten vierzig Jahre Wandern in Prittriching Gemeinsamkeit in der Bewältigung von Aufgaben. Vor allem bedeuten sie aber Jahr für Jahr ein Ereignis, das viele Wanderfreunde immer wieder gerne wahrnehmen und damit Mühen und Widrigkeiten vergessen machen.


22quadrat.de - Sebastian Herbig
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